Die Ems Dollart Region (EDR) erwartet die Einhaltung der getroffenen Vereinbarungen und unterstreicht die Bedeutung der Bahnlinie „Nedersaksenlijn“ für die Erreichbarkeit, Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung des Nordostens der Niederlande und des angrenzenden deutschen Grenzgebiets.
Die von der Region zugesagten 50 Millionen Euro, die Aufnahme der Nedersaksenlijn in den niederländischen Frühjahrsbericht 2025 („Voorjaarsnota 2025“) sowie die Zustimmung sowohl der Zweiten als auch der Ersten Kammer des niederländischen Parlaments bilden die Grundlage für die Umsetzung des Projekts. Die Vorbereitungen auf Seiten der niederländischen Regierung, von ProRail, den Provinzen und Gemeinden sind inzwischen in vollem Gange.
Daran dürfe es keinen Zweifel geben: „Wir rechnen weiterhin mit der Umsetzung der Nedersaksenlijn und gehen davon aus, dass die Regierung die getroffenen Vereinbarungen einhält“, erklärt EDR-Geschäftsführer Vincent ten Voorde. „Die Menschen in der Region, Unternehmen, der Gesundheitssektor, das Bildungswesen und die Gemeinden im niederländisch-deutschen Grenzgebiet von Groningen, Drenthe und Overijssel setzen auf diese Verbindung. Das gilt ebenso für die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim sowie die dort ansässigen Gemeinden. Die Region arbeitet mit Hochdruck an den Vorbereitungen und verdient Klarheit über die Umsetzung.“
Bedeutung für die gesamte Grenzregion
Die Nedersaksenlijn muss nach Ansicht der EDR im Zusammenhang mit der Wunderline und der Bahnverbindung zwischen Coevorden und Nordhorn betrachtet werden. Gemeinsam mit einigen deutschen regionalen Bahnstrecken sollen diese Verbindungen ein zusammenhängendes, grenzübergreifendes Schienennetz bilden, das die Menschen und Unternehmen auf beiden Seiten der Grenze besser miteinander verbindet.
„Die Nedersaksenlijn ist weit mehr als eine Verbindung zwischen Groningen und Enschede. Zusammen mit den anderen Bahnverbindungen bietet sie Chancen für unseren gemeinsamen Arbeitsmarkt, unsere Wirtschaft und die Erreichbarkeit der Region. Sie ist eine wichtige Investition in die Zukunft der nördlichen Grenzregion“, so ten Voorde. Über die Nedersaksenlijn werde der Norden der Niederlande direkt an das deutsche Schienennetz angebunden.
„Darüber hinaus bildet die Bahnstrecke ein wichtiges Rückgrat für die regionale Entwicklung, den Wohnungsbau und einen besseren Zugang zu Arbeitsplätzen, Bildung und Gesundheitsversorgung.“ Durch die Umsetzung der Nedersaksenlijn können zusätzlich zu den bestehenden Planungen 50.000 weitere Wohnungen gebaut werden. Dies kann dazu beitragen, den Druck auf die „Randstad“ in den Niederlanden zu verringern.
Vincent ten Voorde sagt: „Die Nedersaksenlijn ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit unserer Grenzregion. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und die Erwartungen sind hoch. Nun ist es an der Regierung, die getroffenen Vereinbarungen einzuhalten und umzusetzen.“