Die Herausforderungen im Gesundheitswesen machen nicht an Landesgrenzen halt. Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und medizinische Organisationen in Deutschland und den Niederlanden stehen vor vielen ähnlichen Aufgaben. Die grenzübergreifende Zusammenarbeit eröffnet die Chance, Erfahrungen auszutauschen, Kompetenzen zu bündeln und gemeinsam neue Lösungsansätze zu entwickeln.
Mit dem KPF Health unterstützt die Ems Dollart Region (EDR) grenzübergreifende Projekte im Gesundheitsbereich. Dafür stehen weiterhin Fördermittel zur Verfügung, die bis Anfang 2029 angefragt werden können. Interessierte Organisationen haben die Möglichkeit, einen Projektantrag einzureichen und eine Förderung für ihr Vorhaben zu beantragen.
Gemeinsam mehr erreichen – über die Grenze hinweg
Die deutsch-niederländische Grenzregion bietet großes Potenzial für die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. Einrichtungen auf beiden Seiten der Grenze können voneinander lernen, unterschiedliche Erfahrungen zusammenbringen und gemeinsame Ansätze für bestehende Herausforderungen entwickeln.
Ob der fachliche Austausch zwischen Pflegeorganisationen, die Vernetzung von Gesundheitsdiensten, gemeinsame Aktivitäten zur Prävention oder die Weiterentwicklung von Ansätzen in der Versorgung: Wenn Organisationen beider Länder zusammenarbeiten, entstehen neue Perspektiven und Möglichkeiten, die über die einzelne Einrichtung hinausreichen.
Welche Projekte können gefördert werden?
Der KPF Health richtet sich an Organisationen, die ein Projekt gemeinsam mit einem Partner aus dem jeweils anderen Land umsetzen möchten.
Angesprochen sind insbesondere:
- Pflegeeinrichtungen und Pflegeorganisationen, die Erfahrungen austauschen und neue Ansätze in der Pflege gemeinsam weiterentwickeln möchten.
- Krankenhäuser und Kliniken, die Möglichkeiten der deutsch-niederländischen Zusammenarbeit ausloten und gemeinsame Vorhaben entwickeln möchten.
- Medizinische Einrichtungen und Gesundheitsorganisationen, die ihre fachliche Expertise grenzübergreifend einbringen möchten.
- Weitere Akteure im Gesundheitswesen, die mit einem deutschen und einem niederländischen Partner an einem gemeinsamen Projekt arbeiten möchten.
Denkbare Themen sind beispielsweise der Austausch zwischen Gesundheitsdiensten, die Zusammenarbeit im Bereich Pflege, Prävention und die gemeinsame Auseinandersetzung mit Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung. Auch Kooperationen im Bereich der Tiergesundheit, mentale Gesundheit und sportliche Begegnungen können für den KPF Health in Frage kommen.
Entscheidend ist, dass das Vorhaben einen grenzübergreifenden Charakter hat und deutsche und niederländische Partner gemeinsam daran arbeiten.
Beide Fördermöglichkeiten im Überblick
Je nach Umfang und Zielsetzung Ihres Vorhabens stehen Ihnen im Kleinprojektefonds zwei Fördermöglichkeiten zur Verfügung:
Pauschalförderung von 750 €
Für kleinere, eintägige grenzübergreifende Begegnungen oder Veranstaltungen können Sie eine Pauschalförderung in Höhe von 750 € beantragen. Ideal für unkomplizierte Austauschformate mit überschaubarem organisatorischem Aufwand.
Größere Projekte: Förderung von bis zu 25.000 €
Für umfangreichere grenzübergreifende Vorhaben steht eine Förderung von bis zu 25.000 € EU-Mitteln zur Verfügung (maximal 50 % der förderfähigen Projektkosten, bei maximalen Gesamtkosten von 50.000 €). Diese Variante eignet sich besonders für nachhaltige, strategisch angelegte Kooperationen mit größerer Reichweite.
Detaillierte Informationen zu Fördervoraussetzungen, Antragsverfahren und Fristen finden Sie auf unserer Informationsseite zum Kleinprojektefonds.
Jetzt Projektidee einbringen und Förderung anfragen
Sie vertreten eine Pflegeeinrichtung, ein Krankenhaus oder eine medizinische Organisation in der deutsch-niederländischen Grenzregion? Sie haben einen Partner auf der anderen Seite der Grenze und möchten eine gemeinsame Projektidee verwirklichen?
Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Wir beraten unverbindlich, unterstützen bei der Konkretisierung Ihrer Projektidee und begleiten Sie durch das Antragsverfahren. Auch wenn Sie Unterstützung bei der Suche nach eine(m) Projektpartner(n) im Nachbarland benötigen, stehen wir ebenfalls gerne zur Verfügung.
Der Kleinprojektefonds wird im Rahmen des Interreg VI A-Programms Deutschland-Nederland umgesetzt und mit 11,6 Millionen Euro von der Europäischen Union, dem niederländischen Ministerie van Economische Zaken (EZ), dem MWIKE NRW und der Niedersächsischen Staatskanzlei sowie den Provinzen Groningen, Fryslân, Drenthe, Flevoland, Overijssel, Gelderland, Noord-Brabant und Limburg kofinanziert.

Ansprechpersonen
Imke Barth