Die Vorhaben greifen aktuelle gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen auf und stärken die Zusammenarbeit zwischen deutschen und niederländischen Partnern in den Bereichen digitale Sicherheit und nachhaltige Energieversorgung.
Stärkung der digitalen Resilienz bei Jugendlichen: Risikobild, Vorgehensweise und bewährte Praktiken in der Grenzregion
Digitale Medien sind fester Bestandteil des Alltags junger Menschen. Gleichzeitig nehmen Risiken wie Cybermobbing, Online-Radikalisierung, Desinformation oder die gezielte Anwerbung Jugendlicher für kriminelle Aktivitäten über soziale Medien zu. Das genehmigte Projekt setzt genau hier an und entwickelt grenzübergreifende Strategien, um die digitale Resilienz von Jugendlichen nachhaltig zu stärken.
Im Mittelpunkt steht zunächst eine umfassende Monitoringstudie an Schulen in der deutsch-niederländischen Grenzregion. Mithilfe eines wissenschaftlich validierten Online-Tools werden Daten zum Online-Verhalten von Jugendlichen erhoben. Ergänzend werden bestehende Präventionsmaßnahmen und erfolgreiche Ansätze in der Grenzregion analysiert.
Auf Grundlage der Ergebnisse entsteht eine Sammlung grenzübergreifender Good Practices sowie ein praxisorientiertes Handlungskonzept für Schulen, Bildungseinrichtungen und politische Entscheidungsträger. Ziel ist es, die Medien- und Informationskompetenz junger Menschen zu fördern und sie für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu stärken.
Projektpartner:
NHL Stenden Hogeschool – Thorbecke Academie und Bude22 GmbH.
MDT-Projekt: Methanspaltung für sauberen Wasserstoff und festen Kohlenstoff
Unter der Koordination der New Energy Coalition untersucht ein grenzübergreifendes Konsortium, wie die Methanspaltung zur Dekarbonisierung dezentraler Industrie in der deutsch-niederländischen Grenzregion beitragen kann.
Dort, wo eine direkte Elektrifizierung aufgrund von Netzengpässen an ihre Grenzen stößt, bietet MDT eine Alternative über den bestehenden Gasanschluss: Methan wird ohne Verbrennung in Wasserstoff und festen Kohlenstoff aufgespalten. Dieser Kohlenstoff wird nicht als CO₂ freigesetzt, sondern kann als Rohstoff beispielsweise in der Landwirtschaft, im Asphalt, für Aktivkohle oder in der Batterie- und Hightech-Branche eingesetzt werden.
Die Projektpartner analysieren die erforderlichen Rahmenbedingungen, identifizieren die vielversprechendsten Anwendungsfelder und bauen durch Netzwerktreffen und Unternehmensbesuche ein grenzübergreifendes Netzwerk auf. Das Projekt läuft vom 1. August bis zum 31. Dezember 2026.
Projektpartner:
New Energy Coalition, 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen, Stichting Hanze Hogeschool, Provincie Drenthe, B.E.S. GmbH & Co. KG, Oldenburger Energiecluster e.V. (OLEC), Hogeschool Saxion, COB Service GmbH, Wirtschaftsförderung Landkreis Aurich GmbH, Norit Netherlands B.V. sowie HyGear B.V..
Mit der Genehmigung dieser beiden Projekte unterstützt die Ems Dollart Region erneut innovative grenzübergreifende Kooperationen. Die Vorhaben leisten wichtige Beiträge zur digitalen Sicherheit junger Menschen sowie zur nachhaltigen Transformation der Industrie und schaffen gleichzeitig neue Perspektiven für die Zusammenarbeit in der Grenzregion.
Finanzierung
Der Kleinprojektefonds wird im Rahmen des Interreg VI A-Programms Deutschland-Nederland umgesetzt und mit 11,6 Millionen Euro von der Europäischen Union, dem niederländischen Ministerie van Economische Zaken (EZ), dem MWIKE NRW und der Niedersächsischen Staatskanzlei sowie den Provinzen Groningen, Fryslân, Drenthe, Flevoland, Overijssel, Gelderland, Noord-Brabant und Limburg kofinanziert.
