KPF-Ausschuss genehmigt Projekt „Impulsgeber Dorfgemeinschaften 2040“

„Impulsgeber Dorfgemeinschaften 2040“ beschäftigt sich mit der Frage, wie zukunftsfähige Wohnformen in ländlichen Regionen gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickelt werden können.

Im Mittelpunkt stehen zwei Wohninitiativen im Grenzgebiet: der Eitens Hofje in Sellingen (Niederlande) und das Projekt „Dörp in’t Dörp“ der Bürgergenossenschaft Wohnen und Energie Erdhütte eG in Oberlangen (Deutschland). Beide Initiativen befinden sich in einer ähnlichen Entwicklungsphase und stehen vor vergleichbaren Herausforderungen. Gemeinsam sollen Erfahrungen ausgetauscht und daraus Methoden und Lösungsansätze für zukünftige Wohnprojekte entwickelt werden.

Begleitet werden die Wohninitiativen auf niederländischer Seite von der Stichting Zo willen wij wonen und auf deutscher Seite von der pro-t-in GmbH. Der Hof Ludden übernimmt als grenzübergreifender Lern- und Begegnungsort die Konzeption und Durchführung der gemeinsamen Wissensvermittlung und Workshops.

Wissen aus der Praxis für zukünftige Wohninitiativen

Die beiden Wohnprojekte werden während ihrer Entwicklung begleitet und ihre Erfahrungen systematisch ausgewertet. Daraus entsteht ein deutsch-niederländischer Methodenleitfaden, der zeigt, wie Gemeinschaften für neue Wohnprojekte gewonnen und Entwicklungsprozesse erfolgreich gestaltet werden können.

Die Erkenntnisse werden zudem in einem Kompetenzkataster zusammengeführt. Dieses soll künftigen Initiatoren – den sogenannten Zukunftsmacher | Toekomstaanjagers – Orientierung geben, welche Kenntnisse und Fähigkeiten für die Entwicklung neuer Wohninitiativen erforderlich sind.

Gemeinsame Wissensworkshops mit Bewohner:innen, Nachbarschaften, Vereinen und lokalen Einrichtungen ergänzen den Leitfaden und ermöglichen es, die entwickelten Methoden praxisnah zu erproben.

Gemeinsam neue Wege für das Wohnen entwickeln

Am Ende des Projekts steht ein anwendbarer deutsch-niederländischer Leitfaden, der auch weiteren Initiativgruppen in der Ems Dollart Region zur Verfügung stehen soll. Ziel ist es, Menschen vor Ort zu befähigen, eigene Ideen für neue Wohnformen zu entwickeln und umzusetzen.

Das Projekt folgt dabei einem zentralen Gedanken: Zukunftsfähiges Wohnen entsteht nicht allein durch neue Gebäude, sondern vor allem durch das Zusammenspiel von Wohnraum und Gemeinschaft. Durch den grenzübergreifenden Austausch sollen Erfahrungen aus beiden Ländern genutzt werden, um gemeinsam Lösungen für den demografischen Wandel und die Zukunft des Wohnens in ländlichen Regionen zu entwickeln.

Finanzierung

Der Kleinprojektefonds wird im Rahmen des Interreg VI A-Programms Deutschland-Nederland umgesetzt und mit 11,6 Millionen Euro von der Europäischen Union, dem niederländischen Ministerie van Economische Zaken (EZ), dem MWIKE NRW und der Niedersächsischen Staatskanzlei sowie den Provinzen Groningen, Fryslân, Drenthe, Flevoland, Overijssel, Gelderland, Noord-Brabant und Limburg kofinanziert.