EDR stärkt die Zusammenarbeit

Rund um die Wunderline und grenzübergreifende Bahnverbindungen

Die Ems Dollart Region (EDR) sieht gute Möglichkeiten, das Netzwerk Anschlussmobilität Wunderline künftig organisatorisch bei der EDR anzusiedeln und die Zusammenarbeit auf weitere grenzübergreifende Bahnverbindungen und Mobilitätsinitiativen auszuweiten. Ziel ist es, Bahnprojekte in den nördlichen Niederlanden und im Nordwesten Deutschlands besser miteinander zu verknüpfen und die Erreichbarkeit und Attraktivität der nördlichen Grenzregion zu verbessern.

Von der Wunderline zu einem zusammenhängenden Schienennetz

Seit 2015 arbeiten Behörden, Verkehrsorganisationen und regionale Partner im Netzwerk Anschlussmobilität Wunderline gemeinsam an einer besseren Mobilität zwischen Groningen und Bremen. Die Ambitionen gehen jedoch über diese Verbindung hinaus. Auch die Verknüpfung mit anderen Bahninitiativen, wie der Nedersaksenlijn und der Regiopa-Verbindung zwischen Emmen, Coevorden und Bad Bentheim, bietet Chancen, die Erreichbarkeit der Grenzregion weiter zu verbessern.

Durch die Verknüpfung dieser Entwicklungen können die Partner Wissen und Kontakte austauschen, neue gemeinsame Projekte entwickeln und die grenzübergreifende Zusammenarbeit stärken.

Gespräche über die Zukunft des Netzwerks bei der EDR

Die beteiligten Organisationen haben 2024 beschlossen, das Netzwerk bis 2027 fortzuführen. Ziel ist es, das Netzwerk danach organisatorisch bei der EDR anzusiedeln und die Zusammenarbeit dauerhaft in der Region zu verankern. Neben Bahn und öffentlichem Verkehr sollen auch verwandte Themenbereiche wie Arbeitsmarkt, Bildung und Tourismus einbezogen werden.

Thomas Berling begleitet die nächste Phase

Thomas Berling wird sich ab dem 1. November 2026 seitens der EDR an der Weiterentwicklung des Netzwerks beteiligen. Als langjähriger Bürgermeister der Stadt Nordhorn – ein Amt, das er seit 2011 innehat und bis zum 31. Oktober 2026 ausübte – bringt er umfangreiche kommunalpolitische Erfahrung sowie besondere Kenntnisse im Bereich der grenzübergreifenden Bahn- und Mobilitätsentwicklung mit.

Berling hat die erfolgreiche Reaktivierung des Schienenpersonennahverkehrs in der Grafschaft Bentheim seit vielen Jahren aktiv begleitet und mitgestaltet. Insbesondere die Entwicklung der Regiopa-Verbindung von Bad Bentheim über Nordhorn und Neuenhaus bis ins niederländische Coevorden gehört zu seinen langjährigen Schwerpunkten. Darüber hinaus verfügt er durch seine kommunalpolitische Tätigkeit und seine Mitarbeit im Aufsichtsrat der Bentheimer Eisenbahn AG über ein umfangreiches Netzwerk in der deutsch-niederländischen Grenzregion.

Thomas Berling erklärt zu seiner neuen Aufgabe:

„Die Weiterentwicklung der grenzübergreifenden Bahnverbindungen ist für mich eine echte Herzensangelegenheit. Die erfolgreiche Reaktivierung des Schienenpersonennahverkehrs in der Grafschaft Bentheim zeigt, welche Chancen moderne Bahnverbindungen für die Menschen und die wirtschaftliche Entwicklung einer Region eröffnen. Jetzt gilt es, die Wunderline, die Regiopa und die Nedersaksenlijn stärker miteinander zu vernetzen und gemeinsam mit unseren niederländischen Partnern die nächsten Schritte zu gehen. Unser Ziel muss eine Grenzregion sein, in der die Grenze im Alltag immer weniger eine Rolle spielt. Ich freue mich darauf, meine Erfahrungen und Kontakte in die Arbeit der EDR einzubringen.“

Mit der verstärkten Zusammenarbeit möchte die EDR bestehende Netzwerke erhalten, Synergien zwischen den verschiedenen Bahnprojekten nutzen und neue Initiativen fördern. Damit trägt sie zu ihrem strategischen Ziel für 2027–2030 bei: einer attraktiven und gut vernetzten Region, in der grenzübergreifende Mobilität und Zusammenarbeit vielfältige Möglichkeiten eröffnen.

Gemeinsam für eine attraktive und gut vernetzte Region

Thijs Zondag, Projektleiter der Wunderline bei der Provinz Groningen, erklärt:

„Ich freue mich, dass die Zusammenarbeit, die wir im Netzwerk Anschlussmobilität Wunderline aufgebaut haben, bei der EDR eine gute Fortsetzung finden kann. Das Netzwerk hat die Partner auf beiden Seiten der Grenze einander nähergebracht. Bei der EDR können wir darauf aufbauen und die Zusammenarbeit auf weitere Verbindungen und Themen wie Bildung, Arbeitsmarkt und Tourismus ausweiten.“

Vincent ten Voorde, Geschäftsführer der EDR, betont

„Eine gute grenzübergreifende Mobilität ist für die Menschen, Beschäftigten, Studierenden und Besucher auf beiden Seiten der Grenze von großer Bedeutung. Indem wir die Wunderline mit anderen Bahnverbindungen und regionalen Entwicklungen verknüpfen, wollen wir als EDR zu einer besser erreichbaren, nachhaltigeren und wirtschaftlich stärkeren Region beitragen.“