EDR-Grenzpreis geht an das Projekt „Über die Grenze rollen“

Deutsch-niederländische Zusammenarbeit des TV Bunde und des Winschoter Kunstrolschaatsclub wurde für „großes ehrenamtliches Engagement und nachhaltige Kooperation über die Grenze hinweg“ ausgezeichnet

Beim Frühlingsempfang der Ems Dollart Region (EDR) in Bunde ist erneut der EDR-Grenzpreis verliehen worden. Die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung würdigt nachhaltige grenzübergreifende Kooperationen und Initiativen, die insbesondere auch durch ehrenamtliches Engagement getragen werden.

Gewinner wurde in diesem Jahr das Projekt „Über die Grenze rollen“ der Einradgruppe AKEITU des TV Bunde gemeinsam mit dem Winschoter Kunstrolschaatsclub (WKC).  Das Projekt wurde durch das Interreg VI-Programm Deutschland-Nederland im Rahmen des Kleinprojektefonds (KPF) ermöglicht.

Die Jury würdigte damit eine beispielhafte deutsch-niederländische Zusammenarbeit, die Kinder und Jugendliche beiderseits der Grenze durch Sport, Kreativität und Begegnung zusammenbringt.

Seit 2022 arbeiten die Einradgruppe AKEITU des TV Bunde und die Kunstrollschuhfahrer*innen des WKC eng zusammen. Ab 2024 wurde die Kooperation im Rahmen des Projekts „Über die Grenze rollen“ weiter intensiviert. Im Mittelpunkt standen gemeinsame Trainings in Deutschland und den Niederlanden, Workshops, Schulprojekte sowie gemeinsame Auftritte und Wettbewerbe. Sämtliche organisatorischen Aufgaben wurden ehrenamtlich von den Trainerteams übernommen.

Zu den Höhepunkten gehörte die gemeinsame Inszenierung des Musicals „Alice in Wonderland“, das im Februar 2024 in Winschoten aufgeführt wurde. Darüber hinaus nahm ein deutsch-niederländisches Team der Verein am Showgruppen-Wettbewerb „Rendezvous der Besten“ teil. Mit grenzübergreifenden Schulworkshops an sechs Schulen im Grenzgebiet konnten zudem zahlreiche Kinder neue Sportarten kennenlernen und erste internationale Kontakte knüpfen.
Dafür wurde ein Anhänger genutzt, mit dem die beiden Vereine gemeinsam Schulen in der Region besuchen – also „über die Grenze rollen“.

„Diesen Anhänger beladen wir zum Beispiel mit Airtracks, Einrädern, Springseilen, Rollschuhen und Hula-Hoop-Reifen ", sagt Carina Severiens, Leiterin der AKEITU-Sparte des TV Bunde. Übungsleiter*innen aus beiden Vereinen bieten Kindern und Jugendlichen damit vor Ort gemeinsam ein abwechslungsreiches Bewegungsprogramm an.

Die Arbeitsgruppe des Grenzpreises hob insbesondere hervor, dass die Zusammenarbeit langfristig angelegt sei und bereits weitere gemeinsame Aufführungen und Projekte hervorgebracht habe. Kinder beider Vereine trainierten regelmäßig zusammen, entwickelten Choreografien und präsentierten diese gemeinsam auf der Bühne. Damit werde die Grenze als verbindendes Element erlebt und europäischer Austausch im Alltag sichtbar gemacht.

Die EDR-Vorsitzenden Matthias Groote und Cora-Yfke Sikkema lobten in ihrer Laudatio beim EDR-Frühlingsempfang besonders „das große ehrenamtliche Engagement und die nachhaltige Kooperation über Grenzen hinweg“. Das Projekt stehe damit beispielhaft für ein gelebtes Europa vor Ort, so Groote und Sikkema.

Auch künftig soll die Kooperation beider Vereine fortgesetzt werden. Bereits geplant sind weitere gemeinsame Auftritte, Workshops und Veranstaltungen in der Grenzregion.