Wie lebendig und bereichernd grenzübergreifende Zusammenarbeit sein kann, zeigte ein besonderes deutsch-niederländisches Projekt in der Koepelkerk in Sappemeer. Im Rahmen des Projektes kamen Grundschulkinder aus Weener und Midden-Groningen sowie junge Musiker*innen aus beiden Ländern zusammen.
Den Auftakt bildete ein gemeinsamer Workshop mit rund 40 Grundschulkindern. Nach einem Minikonzert des Organisten Eeuwe Zijlstra und des Perkussionisten Philipp Lamprecht, arbeiteten sie in Gruppen an verschiedenen musikalischen Themen. Unter Anleitung bauten sie eigene Orgelpfeifen und erkundeten Rhythmus und Zusammenspiel mit Perkussionsinstrumenten. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Musik Gefühle ausdrücken und Menschen über Sprachgrenzen hinweg verbinden kann. Höhepunkt war das gemeinsame Spielen der deutschen und niederländischen Nationalhymnen auf selbst gefertigten Orgelpfeifen – ein starkes Symbol für gelebte grenzübergreifende Zusammenarbeit.
Im Anschluss folgte ein viertägiger Meisterkurs unter der Leitung der renommierten Barockgeigerin Veronika Skuplik. Gemeinsam probten, musizierten und erarbeiteten Nachwuchstalente und professionelle Musiker*innen aus beiden Ländern ein Konzertprogramm, das beim abschließenden Konzert präsentiert wurde.
Das Projekt verdeutlicht, wie wichtig und wirkungsvoll grenzübergreifende Begegnungen sind. Es konnten neue Kontakte geknüpft, kultureller Austausch gestärkt und nachhaltige musikalische Erlebnisse geschaffen werden.
Das Projekt „Workshop und Meisterklasse in der Koepelkerk von Sappemeer” wird durch das Interreg-Programm Deutschland-Nederland sowie seinen Programmpartnern ermöglicht und von der Europäischen Union (EU) kofinanziert.