„Vertrauensvolle Zusammenarbeit hat Modellcharakter“

Fünf erwachsene Personen stehen im Freien vor einem Schild der EDR (Eems Dollard Regio) und blicken in die Kamera. Im Hintergrund ist eine unscharfe, herbstliche Landschaft zu sehen. Vijf volwassenen staan buiten voor een bord van de EDR (Eems Dollard Regio) en kijken in de camera. Op de achtergrond is een wazig herfstlandschap zichtbaar.

Friesischer Regionalminister Friso Douwstra zu Gast bei der EDR

Zu einem richtungsweisenden Gespräch war am Mittwoch der friesische Regionalminister (Gedeputeerde) Friso Douwstra zu Gast in der EDR-Geschäftsstelle in Bad Nieuweschans. Beim Treffen mit EDR-Geschäftsführer Vincent ten Voorde, der stellvertretenden EDR-Geschäftsführerin Uta Loesing und Stephanie Koch (Geschäftsführerin Interreg/EDR) stand die weitere Vertiefung der langjährigen Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Zentrale Themen waren die Europa-Agenda der Provinz Fryslân, gemeinsame Lobbyaktivitäten zu Grenzthemen sowie Perspektiven für die nächste Interreg-Förderperiode.​

Die Europa-Agenda der Provinz Fryslân verfolgt das Ziel, die Region als Vorreiter für nachhaltige Entwicklung, innovative Zusammenarbeit und hohe Lebensqualität in Europa zu positionieren. Schwerpunkte liegen dabei auf Umweltthemen, einer zukunftsfähigen Wirtschaft und der Stärkung der Lebensqualität in den Region – auch mit Unterstützung europäischer Förderprogramme wie Interreg.

Im Gespräch wurde deutlich, dass sich die Provinz und die Ems Dollart Region (EDR) bei der Umsetzung dieser Europa-Agenda im deutsch-niederländischen Grenzraum ergänzen können. „Wir freuen uns, dass die Provinz ganz deutlich den Bedarf grenzübergreifender Zusammenarbeit definiert und sich bewusst auf die europäische Kooperation – vor allem mit Deutschland – richtet“, betonte EDR-Geschäftsführer Vincent ten Voorde.

Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs war der Aufbau weiterer Lobby-Arbeit für grenzübergreifende Themen in Den Haag, Berlin und Brüssel. Beide Seiten betonten, dass Herausforderungen wie Fachkräftesicherung, Infrastruktur, Energie- und Klimawende oder die Stärkung des ländlichen Raums nur gemeinsam über die Grenze hinweg wirksam adressiert werden können.

Die Provinz Fryslân und die EDR wollen ihre Kräfte bündeln, um europäische Institutionen noch gezielter auf die Bedürfnisse der Nordsee- und Grenzregion aufmerksam zu machen. Dazu gehört auch, erfolgreiche bestehende Projekte sichtbar zu machen und neue, strategisch ausgerichtete Initiativen vorzubereiten, die den Zielen der Europa-Agenda entsprechen.

Im Hinblick auf die kommende Interreg-Förderperiode (Interreg VII) verständigten Douwstra und Stephanie Koch (Geschäftsführerin Interreg/EDR) sich darauf, frühzeitig gemeinsame Themen und Prioritäten zu definieren. Dabei waren sich alle Beteiligten einig, dass die Provinz Fryslân auch in der kommenden Fördergebietskulisse als wichtiger Partner erhalten bleiben soll.
Friso Douwstra betonte aus der Erfahrung seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des regionalen Interreg-Lenkungsausschusses EDR, dass die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Partner aus der nördlichen Grenzregion weitreichenden Modellcharakter habe. 

Die EDR und die Provinz Fryslân wollen die bereits bestehenden Kooperationen ausbauen und neue Projektpartnerschaften zwischen Kommunen, Wissensträgern, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren initiieren. ​

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