Wir haben gemeinsam viel bewegt: Ob bei der Erforschung von PFAS auf den Watteninseln – „Das niederländisch-deutsche Interreg-Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt“, oder beim KPF-Projekt „Van Gras naar Gas“, bei dem „ein Netzwerk aus Landwirt*innen, Unternehmen und Behörden beider Länder“ entstanden ist, um überschüssiges Gras als erneuerbare Energiequelle zu nutzen.
Auch unsere Bildungs- und Jugendprojekte haben 2025 gezeigt, wie Begegnung verbindet: Beim Zukunftstag „bekamen die Schüler*innen einen Einblick in die niederländisch-deutschen Projekte und Initiativen der EDR".
Im Herbst hatten gleich 15 niederländische Grundschulen die wunderbare Gelegenheit, im Rahmen des Regio Deal Zuid-Oost Drenthe Projekts EDR Buurtalen die deutsche Sprache und Kultur auf lebendige und spannende Weise kennenzulernen.
Zwei Exkursionen bleiben dabei besonders in Erinnerung. Im Frühjahr besuchte die EDR gemeinsam mit jeweils drei Schulen die Meyer Werft, im Herbst ging es zur Emsflower. Die Kinder tauchten begeistert in neue Welten ein: Sie lernten alles über Blumen, exotische Tiere, und die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit.
Auf der Meyer Werft konnten sie hautnah erleben, wie riesige Schiffe entstehen. Dieses beeindruckendes Erlebnis werden sie so schnell nicht vergessen. Begleitet wurde der Besuch von der wichtigen Botschaft: „Die deutsche Sprache eröffnet den Schüler*innen nicht nur neue Chancen, sondern auch bessere Verständigung und Zusammenarbeit mit ihren Nachbar*innen.“
Grenzübergreifende Initiativen im Bereich Beruf, Gesundheit und Pflege haben ebenfalls Fahrt aufgenommen: Projekte wie „Young Maritime Talents“ und „Sorgende Gemeinschaft“ stärken Berufsorientierung und Pflege in ländlichen Gemeinden. Wie es heißt: „Durch den grenzübergreifenden und vielfältigen Ansatz entsteht eine nachhaltige Wissensbasis, die zur Sicherung einer zukunftsfähigen, gemeinschaftlich getragenen Gesundheits- und Pflegeversorgung beiträgt.“
Der Austausch auf politischer Ebene und in Netzwerken war genauso wichtig: Beim Besuch von Bundestagsabgeordneten betonten alle: „Eine Grenze, die auch wieder physisch wahrnehmbar ist, trägt nicht zur grenzübergreifenden Kooperation bei.“ Bei unseren Netzwerktreffen und Interkommunalen bijeenkomsten haben Städte und Gemeinden sich inspirieren lassen, voneinander gelernt und gemeinsam neue Ideen entwickelt.
Unsere Kultur- und Sportprojekte zeigen, dass Zusammenhalt keine Grenzen kennt: „Regelmäßige Treffen fördern nicht nur sportliche Leistung, sondern auch Freundschaften, gegenseitiges Verständnis und Gemeinschaftsgefühl.“ Und durch den Kleinprojektefonds im Rahmen des Interreg-Programms, wurden über 1000 kleine Bürger*innenprojekte gefördert, ein „wichtiges Zeichen, gerade in Zeiten wie diesen, in denen Europa zusammenstehen muss.“
2025 war auch ein Jahr, in dem wir Menschen verloren haben, die für die grenzübergreifende Zusammenarbeit standen. „Der langjährige EDR-Mitarbeiter Hinrich Kuper war Brückenbauer und Botschafter der grenzübergreifenden Freundschaft und Zusammenarbeit. Als EURES-Berater der Ems Dollart Region hat er täglich Menschen beraten, die über die Grenze pendeln.“ Sein Engagement, seine Fürsorge und seine Leidenschaft werden uns fehlen.
Für 2026 nehmen wir diese Energie mit: „Die EDR steht wie kaum eine andere Einrichtung für die Chancen grenzübergreifender Zusammenarbeit. Ich freue mich darauf, diese Entwicklung gemeinsam mit dem Team, unseren Mitgliedern und Partnerkommunen weiter voranzutreiben, mit einem offenen Blick für neue Impulse und dem festen Willen, Verbindungen zu stärken!“, Worte des EDR-Geschäftsführers Vincent ten Voorde.
Wir danken allen Mitgliedern, Partner*innen und Unterstützer*innen für ein tolles Jahr voller Begegnungen, Ideen und Projekte. Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Initiativen, die zeigen: Grenzen verbinden, wenn man zusammenarbeitet.
Frohe Feiertage und einen guten Start ins Jahr 2026!