Start-ups als Impuls für Wirtschaftswachstum in der Ems-Dollart-region

GRONINGEN Studien über die grenzüberschreitende Start-up-Szene im Norden der Niederlande und im Nordwesten Deutschlands zeigen, dass es viele Möglichkeiten und Chancen für und großen Bedarf an einer Zusammenarbeit über die Grenzen hinaus gibt. Das Projekt Start-up Ems-Dollart-regionunter der Leitung der Hanzehogeschool Groningen hat Subventionen in Höhe von 980 000 Euro erhalten, um diese internationale Zusammenarbeit und Wirtschaftswachstum zu fördern.

Start-ups haben in den vergangenen Jahren in verschiedenen Teilen der Ems-Dollart-region bereits einen großen Beitrag zum Wirtschaftswachstum geleistet. Dr. Diederich Bakker, Dozent an der International Business School der Hanzehogeschool: „In Groningen allein zeichnen sich ca. 2 000 Start-ups und junge Unternehmen für über 11 000 Arbeitsplätze verantwortlich.“ Bakker zufolge sind die Verbindung zu Wissenseinrichtungen und damit der Zugang zu Talent die treibenden Kräfte hinter diesem Erfolg. Auch unternehmensorientierter Unterricht und die Einrichtung von sogenannten Inkubatoren (Gründerzentren) und Akzeleratoren (Beschleuniger) fungieren als Motor für neue Unternehmen.

Wachstumschancen für den Arbeitsmarkt
In einer Untersuchung, die in Zusammenarbeit mit der Hochschule Emden/Leer durchgeführt wurde, hat sich Diederich Bakker mit dem Norden der Niederlande und Nordwest-Deutschland beschäftigt. Bakker: „Ein gut funktionierendes Ökosystem bietet Wachstumschancen für den Arbeitsmarkt. Das ist sowohl für die deutschen als auch die niederländischen Grenzgebiete sehr wichtig. Diese Gebiete erfahren nämlich dieselben Nachteile durch Konjunkturrückgänge und den demographischen Wandel. Durch die Zusammenarbeit bietet die Ems-Dollart-region eine einzigartige Möglichkeit, um über die Grenzen hinweg zu sehen.“

Ziel des Projekts
Das Projekt „Start-up Ems-Dollart-region“ hat sich zum Ziel gesetzt, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Start-ups und Jungunternehmern in der Region zu fördern. Zum Beispiel werden gezielte Mentorenprogramme und ein grenzüberschreitendes Ausbildungsangebot entwickelt und Kenntnisse über das existierende (digitale) Netzwerk von Unternehmen geteilt. Das Projekt unterstützt regionales Wissen und den Wissensaustausch sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Jungunternehmern. Dadurch wird die Innovationskraft der Ems-Dollart-region gefördert und neue Arbeitsplätze sollen entstehen.

Partner
Die Projektpartner stammen aus allen Teilen der Ems-Dollart-region: Inqubator Leeuwarden, Growing Workplace aus Emmen, die Universität Oldenburg, IT Emsland, Emder GründerInnenZentrum und die Hanzehogeschool Groningen.

Darüber hinaus gibt es sowohl niederländische als auch deutsche assoziierte Partner, die im Projekt eine beratende oder unterstützende Rolle spielen. Die INTERREG V A-Förderung stammt aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), den niederländischen Provinzen Groningen, Friesland und Drenthe und dem Niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung.

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