Reges Interesse an Bioökonomie-Projekten

Niedersachsens Ministerin Birgit Honé besuchte den Substrathersteller Klasmann-Deilmann in Geeste

Ministerin Birgit Honé interessierte sich sehr für die vielfältigen Aktivitäten des Substratherstellers Klasmann-Deilmann in Geeste. Foto: Ole Spata

GEESTE – Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Plastikvermeidung – das sind Themen, mit denen Birgit Honé, niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung etwas anfangen kann. Bei einem Besuch des Substratherstellers Klasmann-Deilmann in Geeste, einem der Partner in den Bioökonomie-Projekten der Ems Dollart Region (EDR), fragte sie sehr interessiert nach, als ihr Ilona Heijen und Anita Buijs (beide EDR) die vielfältigen Ansätze und Ergebnisse der EU-geförderten Projekte präsentierten.

Klasmann-Deilmann ist einer der Partner im „Paludikulturen-Projekt“, das aktuell im INTERREG VA-Projekt „Bioökonomie – Grüne Chemie“ realisiert wird. Deutsche und niederländische Partner aus der Region erforschen den Anbau von Torfmoos (Sphagnum) zur Wiederherstellung von Moorgebieten. Dabei geht es auch um die Speicherung von Kohlenstoff, der beim Torfabbau freigesetzt würde, so dass auch ein Beitrag zur Reduktion von CO2 geleistet wird. Im Paludikulturen-Projekt wird auch untersucht, welche Produkte sich aus den in Feuchtgebieten angebauten Pflanzen herstellen und vermarkten lassen. Torfmoos ist ein Teilaspekt, Rohrkolben als Isolationsmaterial ein weiterer.

Insgesamt wurden im jetzt abgeschlossenen „Bioökonomie im Non-Food-Sektor“-Projekt 40 Teilprojekte realisiert, von denen Anita Buijs eine Auswahl präsentierte, zu denen sie auch Proben zum Anfassen mitgebracht hatte. Klasmann-Deilmann erforschte darin mit niederländischen Partnern ein Biosubstrat. In einem anderen Projekt wurde ein kompostierbares Gartenbauseil entwickelt, das bereits im Handel erhältlich ist. Es wurden Garne für Fischernetze hergestellt, die im Meer abbaubar sind und somit dazu beitragen können, die Plastikflut in den Ozeanen zu reduzieren – wenn sie nicht den Nutzern zu teuer wären. Aus landwirtschaftlichen Reststoffen wurden Produkte im 3D-Druck- sowie im Spritzguss-Verfahren hergestellt, die sonst aus erdölbasierten Kunststoffen bestehen. Verpackungsmaterial aus Pilzen war ein weiteres Thema, Baumaterial aus biobasierten Rohstoffen, Algen für Textilien und biobasiertes Saatgut waren weitere Projekt-Themen, die im Rahmen des deutsch-niederländischen Projektes „Bioökonomie im Non-Food-Sektor“ hier vor Ort realisiert wurden.

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