Neue Projekte: Geflügel und Gründer im Fokus

INTERREG-Lenkungsausschuss genehmigt „Intelligentes Lichtsystem“ und „Startup Ems-Dollart-Region“

WEITEVEEN – Grünes Licht für zwei weitere Projekte in der nördlichen Grenzegion, die jetzt bei der Lenkungsausschuss-Sitzung des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland in Weiteveen verabschiedet wurden. Die zwei genehmigten Projekte haben ein Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 2,5 Millionen Euro. Ermöglicht wird die Umsetzung der Vorhaben im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie von den Provinzen Drenthe, Fryslân und Groningen, vom Niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung sowie vom niederländischen Ministerie van Economische Zaken en Klimaat.

Die genehmigten Projekte sind:

Intelligentes Lichtsystem
Im Projekt „Intelligentes Lichtsystem“ wird auf Basis von Künstlicher Intelligenz (KI) ein Lichtsystem entwickelt, getestet und zur Marktreife gebracht, das in der Geflügelhaltung zum Einsatz kommen soll. Mit Unterstützung von Infrarotkameras werden die Bewegungen des Geflügels erfasst. Das System analysiert daraufhin das Verhalten der Tiere. Auf Grundlage dieser Analyse wählt das System die geeignete Beleuchtung aus. Durch die Steuerung des Lichtes und Benutzung bestimmter Lichtspektren können unerwünschte Verhaltensweisen wie Kannibalismus oder Federpicken (das Herausziehen von Federn und Federteilen unter Hühnern und Puten) verhindert werden. In einem Vorgängerprojekt wurden bereits geeignete LED-Leuchten entwickelt, die dem Sehvermögen von Geflügeltieren angepasst wurden. Federführender Projektpartner ist die LEDfactory aus Leeuwarden. Die Niederländer arbeiten im Projekt unter anderem zusammen mit der Hochschule Osnabrück, dem Institut für Tierschutz und Tierhaltung am Friedrich-Loeffler-Institut in Celle und den KI-Experten von COSMONiO aus Groningen. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Projektes beträgt 1,15 Millionen Euro. Davon werden etwa 427.000 Euro aus dem INTERREG V A-Förderprogramm zur Verfügung gestellt.

Startup Ems-Dollart-Region
In Teilen des Gebietes der Ems Dollart Region hat es in den vergangenen Jahren einen großen Startup-Zuwachs gegeben. Diesen positiven Trend greift das Projekt „Startup Ems-Dollart-Region“ auf. Es basiert auf den Erkenntnissen des Projektes „Perspektive Startup“, das im Rahmen des INTERREG-Projektes „Arbeitsmarkt Nord“ die Chancen und Herausforderungen für Startups in der nördlichen Grenzregion erforschte. Eine wichtige Rolle für den Erfolg von Startups spielen dabei die geeigneten Voraussetzungen. Diese Voraussetzungen sollen in einem so genannten „Startup-Ökosystem“ geschaffen werden. Die Bildung bzw. der grenzübergreifende Ausbau dieses Ökosystems ist Ziel des Projektes „Startup Ems-Dollart-Region“. In diesem Cluster sollen Unternehmen, Behörden, Ausbildungseinrichtungen und andere öffentliche sowie private Organisationen vernetzt werden und grenzübergreifend kooperieren – dabei spielte auch die digitale Vernetzung eine große Rolle. Aus dieser Kooperation sollen u.a. Mentorenprogramme und grenzübergreifende Bildungsprogramme entstehen. Generell geht es darum, in der nördlichen Grenzregion ein Innovationsklima zu erschaffen, in dem jungen Gründern der Schritt zu einem Startup-Unternehmen so einfach wie möglich gemacht wird. Das Netzwerk soll eng mit bestehenden Initiativen und Projekten zusammenarbeiten, um wichtige Synergieeffekte zu erzielen. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Projektes beträgt 1,4 Millionen Euro. Davon werden 560.000 Euro aus dem INTERREG V A-Förderprogramm zur Verfügung gestellt.

„Durch die beiden Projekte wird die Innovationskraft unserer Region noch weiter gestärkt und wir können weitere Arbeitsplätze sichern und schaffen“, freut sich EDR-INTERREG-Geschäftsführerin Ilona Heijen.

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