Mit Kreativität auf dem gemeinsamen Weg für Frieden und Freiheit

Der EDR-Grenzpreis geht an das Projekt „Was wir sind und was uns verbindet“ von LeeWerk-WISA und Noorderpoort Winschoten

Verleihung des EDR-Grenzpreises im Rahmen des EDR-Frühlingsempfangs (von links): Cora-Yfke Sikkema (EDR-Vorsitzende), Karel Groen (EDR-Geschäftsführer), Harma ten Hof und Irma Corovic (beide Noorderpoort), Daniela Saadhoff-Waalkens (LeeWerk-WISA) und Matthias Groote (stv. EDR-Vorsitzender).

And the winner is….
Im Rahmen des EDR-Frühlingsempfang wurde jetzt der EDR-Grenzpreis 2023 verliehen. Die Auszeichnung ging an das Projekt „Was wir sind und was uns verbindet“. Projektpartner sind die gemeinnützige GmbH LeeWerk-WISA aus Leer und Noorderpoort Winschoten.
Die Organisator*innen charakterisieren ihr Projekt als „Jugendbegegnung mit politischem Diskurs“.
Anhand des Themas „Urban Art“ wurde 19 jungen Menschen (14 bis 22 Jahre) mit geringeren Bildungschancen die Gelegenheit gegeben, sich mit Jugendlichen aus dem Nachbarland zu treffen, um sich dann mit ihrer eigenen Identität und den Dingen, die sie mit ihren Nachbar*innen verbindet, auseinanderzusetzen.

Urban Art wird als Oberbegriff und Synonym für unterschiedliche Arten von Aktionskunst genutzt. Dazu zählen unter anderem Graffiti, Street Art, Stickerkunst oder „Urban Knitting“.
In einem dreitägigen Urban-Art-Workshop mit sozialpädagogischer Begleitung wurden Themen gemeinsam erarbeitet – und auch künstlerisch umgesetzt. „Dabei sind konkrete Vorstellungen entstanden, was Demokratie, Frieden und Freiheit im Leben dieser jungen Menschen ausmachen und welche Befürchtungen und Ängste vorhanden sind“, sagt Geschäftsführerin Daniela SaadhoffWaalkens von der LeeWerk-WISA GmbH. Abschließend erstellten die Teilnehmenden gemeinsam eine Urban-Art-Wand in der Pausenhalle der Oberschule Bunde. „Alle haben ihre ganz persönliche Auffassung von Freiheit auf der Pausenhallenwand verewigt“, so Saadhoff-Waalkens.

Bereits im Vorfeld bekamen die Jugendlichen die Gelegenheit, sich auszutauschen und sich an der Projektplanung zu beteiligen. Gemeinsam unternahmen sie eine Berlin-Reise mit einem Besuch im Bundestag. Im Anschluss daran stand eine Street-Art-Tour auf dem Programm, die den jungen Menschen ermöglichte, sich auf unterschiedliche Art und Weise mit Demokratie auseinanderzusetzen.
Das Projekt „Was wir sind und was uns verbindet“ wird durch das Interreg-Programm Deutschland-Nederland ermöglicht und von der Europäischen Union kofinanziert. Dies geschieht mit EU-Mitteln aus dem Interreg VI-Projekt „Kleinprojektefonds“ (KPF).

Mit dem EDR-Grenzpreis werden niederländisch-deutsche Projekte gewürdigt, die ein besonderes Thema aufgreifen oder in denen seit vielen Jahren nachhaltig zusammengearbeitet wird. Dabei werden vor allem wichtige gesellschaftliche, kulturelle und soziale Themen berücksichtigt.
Der EDR-Grenzpreis wurde im Jahr 2013 ins Leben gerufen.

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