Mit besonderem Schutz zurück auf die Theaterbühne

GRONINGEN – Theaterspielen ist in Zeiten von Corona gar nicht so einfach. Viele Theater-Gruppen konnten deshalb monatelang gar nicht proben. So ging es auch der Impro-Theatergruppe “Ulteam Theatersport” aus Groningen. In dieser Woche fand für die Gruppe die erste Probe seit März statt – mit einer besonderen Vorsichts-Maßnahme…

Vor Beginn der Proben wurden die Corona-Maßnahmen ausführlich besprochen. Dazu kam ein spezieller Gesichtsschutz zum Einsatz. „Wir verstehen und unterstützen die Maßnahmen der Behörden. Aber uns hat das sehr getroffen, dass wir so lange unserem Hobby nicht mehr nachgehen konnten und alle Auftritte absagen mussten. In der Zwischenzeit haben wir mit Unterstützung unserer Coaches und unserer Mitglieder digitale Alternativen organisiert. Aber das ersetzt natürlich keine persönlichen Auftritte oder Proben. Glücklicherweise können wir jetzt durch neue Maßnahmen wieder beginnen”, sagt Marijke Bosman, Vorsitzende des Theater-Vereins.

Es ergab sich aber ein Problem: Denn beim Impro-Theater kommt es bekanntlich oft zu spontanen Handlungen und daher auch zu körperlicher Nähe. Ein Problem in Corona-Zeiten. In Deutschland wurde Impro-Theater u.a. durch die TV-Sendung “Schillerstraße” sehr beliebt.
“Auch wenn die Hygiene-Regeln für den Kunst- und Kultursektor uns Spielraum geben, wollen wir für unsere Mitglieder und Schauspieler möglichst hohe Sicherheit gewährleisten”, so Bosman.
Zunächst wurde über die Benutzung eines Mund-Nasen-Schutzes durch die Schauspieler nachgedacht. Aber dann wäre von der unverzichtbaren Mimik der Schauspieler nichts mehr zu sehen gewesen.

Es fand sich eine Lösung, die auch noch ökologisch nachhaltig ist:
Denn über Florian Agterhuis entstand der Kontakt zum niederländisch-deutschen Projekt
“Bio-Ökonomie – Grüne Chemie”. Agterhuis ist INTERREG-Programm-Manager bei der Ems Dollart Region (EDR). Die EDR ist federführender Partner des Projektes.
Mit Unterstützung von EU-Mitteln aus dem INTERREG V A-Förderprogramm Deutschland-Nederland werden in “Bio-Ökonomie – Grüne Chemie” nachhaltige und biologisch abbaubare Gesichtsmasken mittels 3D-Druck und einem Spritzgussverfahren hergestellt.

Also nahm die Impro-Theatergruppe Kontakt zu den Projekt-Organisatoren auf. Ansprechpartner im Projekt ist das Kompetenzzentrum 3N im emsländischen Werlte. “Theater ist aus unserer Sicht eine ideale Anwendung für solche Gesichtsmasken”, sagt Florian Agterhuis.
3N ermöglichte schnell die Lieferung der Masken. „Wir sind damit sehr zufrieden. Eine tolle Lösung für unsere Mitglieder, Akteure und Trainer“, so die Vorsitzende Marijke Bosman.

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