Interreg-Projekt EMPHATI eröffnet die Bewerbungsphase für den offenen Projektteil und veranstaltet Workshop

Neun niederländische und deutscher Partner haben sich im Interreg VI-Projekt EMPHATI zusammengeschlossen, um biologisch abbaubare Materialien für Spritzgussverfahren weiterzuentwickeln. Federführend verantwortlich ist das 3N Kompetenzzentrum (Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie e.V.) in Werlte.

Ziel des grenzübergreifenden Projektes ist es, neue nachhaltige und umweltfreundliche Produkte auf Basis von Polyhydroxyalkanoaten (PHA; eine Gruppe von bakteriell erzeugbaren thermoplastischen Biopolymeren) und PHA-Blends mit Naturfasern für ausgewählte Anwendungen im Spritzguss und 3D-Druck in den beteiligte Betrieben zu entwickeln. Eine begleitende Ökobilanz-Analyse (LCA) soll dabei Aufschlüsse liefern – betrachtet wird dabei der Weg von der PHA-Herstellung bis zum Endkunden.
Der Fokus liegt im Ausbau und der weiteren Zusammenarbeit von niederländischen und
deutschen Unternehmen und Wissensinstituten. EMPHATI benötigte dazu Mithilfe, denn ein Hauptaspekt ist die Bildung eines grenzübergreifenden Clusters entlang der PHA-Wertschöpfungskette. Dabei sollen alle Akteure miteinander vernetzt werden, um den Wissenstransfer zu ermöglichen.

Deshalb haben die Partner 3N und Bio Cooperative einen offenen Projektteil aufgebaut.

Offener Projektteil im Projekt EMPHATI – machen Sie mit!
Im Rahmen des offen gehaltenen Arbeitspakets können neue Partner ihre innovativen Ideen
entlang der PHA-Wertschöpfungskette in das Projekt einbringen und in Teilprojekte
entwickeln und erproben.

Worum kann es in einem Teilprojekt gehen?
Es gibt zwei Arten von Teilprojekten:

Pilotstudie (TRL 3-6)
Bei Pilotstudien handelt es sich um die Entwicklung und Erprobung innovativer
Prozesstechniken, Verfahren, Produkte und Anwendungen im Zusammenhang mit PHA.
Pilotstudien können sich auf unterschiedliche Technologien (wie Spritzguss, Fermentation,
Extrusion und 3D-Druck) und auf Produkte wie (Bio-)Materialien,
Verpackungen/Materialien oder medizinische Anwendungen beziehen.

Machbarkeitsstudie (TRL 2-3)
Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie soll das Potenzials eines PHA-Projekts (technisch,
wirtschaftlich, rechtlich usw.) mit dem Ziel, die Entscheidungsfindung durch objektive und
rationale Ermittlung der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken eines Projekts zu
unterstützen, untersucht und analysiert werden. Dazu gehört auch die Ermittlung der für die
Durchführung des Projekts erforderlichen Ressourcen und der endgültigen Erfolgschancen.

Wer kann ein Teilprojekt beantragen?
Teilnahmeberechtigt sind KMU, Institutionen und Netzwerke des gesamten Interreg-Projektgebiet Deutschland-Niederlande. Es können maximal zwei Teilprojekte von neuen
Partnern eingereicht werden. Voraussetzung ist die Darstellung einer deutsch-niederländischen Zusammenarbeit.

Welchen Umfang kann ein Teilprojekt haben?
Pilotstudien dauern bis zu 15 Monate und können mit bis zu 50 Prozent (max. 75.000 €)
gefördert werden. Es gibt mindestens einen deutschen und einen niederländischen
Projektpartner.

Machbarkeitsstudien dauern maximal 6 Monate und können mit maximal 50 Prozent
(max. 10.000 €) gefördert werden.

Wann kann man sich bewerben?
Projektanträge können jederzeit eingereicht werden. Das EMPHATI -Team wird zusammen
mit dem Interreg-Programmmanagement die Unterlagen prüfen und einem Expertengremium
vorlegen.

2023 gibt es noch folgenden Stichtag zur Einreichung der Projektanträge:
09.11.2023: Eingang aller Projektunterlagen bei 3N

Antragsformular und Ansprechpartner
Wenn Sie Interesse haben, ein Teilprojekt zu starten, sprechen Sie gerne die Projektverantwortlichen an.

Infos erteilen Dr. Frank Köster
(koester@3-n.info) oder Daan van Oldeniel (Bio Cooperative,
d.van.oldeniel@triade.umcg.nl)

Herr Dr. Köster unterstützt auch bei Fragen zum Antrag.
https://www.3-n.info/emphati/
http://biocooperative.nl/emphati/

WORKSHOP UND ANMELDUNG

Im Rahmen des Projektes EMPATHI wird zudem ein kostenloser Workshop veranstaltet, der von der Hochschule Bremen (HSB) organisiert wird. (Programm des Workshops)

 Dieser Workshop konzentriert sich auf die Vermittlung von Kenntnissen über nachhaltige Produkte aus naturfaserverstärkten PHA und PHA-Mischungen für Spritzguss und 3D-Druck. Ziel des Workshops ist es, Experten für PHA-Herstellung, Spritzguss und Ökobilanzierung zusammenzubringen, um den Wissensaustausch zu erleichtern und Netzwerke mit Unternehmen in diesem Bereich aufzubauen. Der Workshop findet am 21. November in der Hochschule Bremen, Hermann-Köhl-Straße 1, von 12:00 bis 17:15 Uhr statt. Vor der Konferenz wird ein Mittagessen angeboten.
Anmeldungen dazu bitte bis zum 10. November an Nina Graupner (nina.graupner@hs-bremen.de).

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