„Große Wirkung“ durch Projekte des Kleinprojektefonds

Der offizielle Startschuss ist gefallen:
Im Landschaftsforum in Aurich fand jetzt die Kick-off-Veranstaltung des Interreg VI-Projektes Kleinprojektefonds (KPF) statt. Mehr als 50 Gäste kamen zum feierlichen Auftakt – darunter auch zahlreiche Vertreter*innen von Vereinen, Museen, Gemeinden und Schulen. „Für diese Zielgruppen ist unser Projekt besonders interessant. Der KPF bietet viele Möglichkeiten, niederländisch-deutsche Projekte sowie Veranstaltungen schnell und unkompliziert fördern zu lassen“, betonten die KPF-Verantwortlichen bei der Ems Dollart Region (EDR), Eske Kadijk und Imke Barth. Die Veranstaltung in Aurich begann mit einem gemeinsamen Kick-off per Videoschaltung. Denn insgesamt sind vier Euregios (dazu gehört auch die Ems Dollart Region) entlang der niederländisch-deutschen Grenze am KPF beteiligt. Der Kleinprojektefonds ist indirekter Nachfolger des erfolgreichen Interreg V-Projektes „Net(z)werk+“, das einen ähnlichen Ansatz der direkten Beteiligung von Bürger*innen verfolgte. Landschaftspräsident Rico Mecklenburg brachte in seiner Begrüßungsrede die Vorzüge des KPF auf den Punkt: „Das Projekt ist unbürokratischer, schlanker und einfacher. Die Anzahl der Formulare ist geringer, die Hürden werden noch niedriger. Freundschaft und Austausch stehen weiter im Fokus. Wenn sich Menschen kennenlernen, werden auch Vorurteile abgebaut.“
EDR-Geschäftsführer Karel Groen verdeutlichte: „Im Namen trägt der KPF zwar den Begriff ‚klein‘ – doch die Wirkung dieser Projekte ist groß.“
Mit den vier KPF-Themenfeldern Bildung, Governance (Zusammenarbeit von öffentlichen Einrichtungen und Behörden), Gesundheit und People-to-People sind vielfältige Projekte gewährleistet. „Der Kleinprojektefonds ist für jeden und jede da. Es ist die beste Gelegenheit, um in die grenzübergreifende Zusammenarbeit einzusteigen. Wir freuen uns jetzt auf interessante Projektanträge, die ab sofort eingereicht werden können“, so Projektleiterin Eske Kadijk.
Gegenüber den Vorgängerprojekten gibt es noch einen weiteren Unterschied. Eintägige Veranstaltungen können pauschal mit 750 Euro unterstützt werden. Für weiterführende Zusammenarbeit ist weiterhin eine Förderung von bis zu 25.000 Euro möglich – bei deutlich vereinfachter Abwicklung.
Im Rahmen der Kick-off-Veranstaltung wurden zwei Projekte vorgestellt, die bereits mit der Förderung aus dem Kleinprojektefonds umgesetzt werden konnten.
Dr. Welf-Gerrit Otto, Leiter der Kulturagentur der Ostfriesischen Landschaft, berichtete von der Exkursion des Arbeitskreises „Reise ins jüdische Ostfriesland“ in das Erinnerungszentrum Kamp Westerbork. „Ich bin immer noch begeistert über die Unterstützung aus dem Kleinprojektefonds. Die Beantragung der Förderung war problemlose. Innerhalb kürzester Zeit bekamen wir die Bewilligung“, sagte Otto.
Auch Wilma Bos von der IGS Aurich teilte diese Erfahrung, als sie den Gästen die Aktivitäten des Schüleraustausches zwischen der Auricher Schule und dem Stellingwerf College Oosterwolde präsentierte.
Zur Abrundung der Kick-off-Veranstaltung des Kleinprojektefonds tauschten sich die Gäste an Thementischen aus und knüpften neue Kontakte für künftige Projekte und Initiativen.

Alle Infos zur Förderung aus dem KPF gibt es HIER

Das Projekt wird im Rahmen des INTERREG VI A-Programms Deutschland-Nederland mit EU-Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie im Norden mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionalentwicklung sowie der Provinzen Drenthe, Fryslân und Groningen organisiert.

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