Grenzenlose Beratung: GrenzInfoPunkte können nach Finanzierungszusage ihre Arbeit fortsetzen

Gute Nachrichten für die Grenzregion: Die Arbeit der GrenzInfoPunkte (GIP) kann in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Im Norden ist der GrenzInfoPunkt bei der Ems Dollart Region in Bad Nieuweschans beheimatet. Grenzpendler erhalten dort kostenlose Beratung zu den Themen Arbeiten, Wohnen und Studieren im Nachbarland. Auch Fragen zu Steuer- und Sozialsystemen werden beantwortet.

Mit der Finanzierungszusage des Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung herrscht jetzt Klarheit, dass die Arbeit der GrenzInfoPunkte zunächst bis 2023 abgesichert ist. Zuvor hatten bereits das niederländische Sozial- und Arbeitsministerium (SZW), das Land Nordrhein-Westfalen, die Provinzen Drenthe und Groningen sowie die Arbeidsmarktregio Drenthe ihre Unterstützung zugesichert.

Der Beratungsansatz der GrenzInfoPunkte ist unkompliziert:
Bei der Arbeitssuche liegt der Traumjob in der Nähe zum Wohnort, aber zufällig im Nachbarland? Umziehen oder Studieren, aber dann auf der anderen Seite der Grenze? Kein Problem. Bewohner der Grenzregion lassen sich durch die Grenze schon lange nicht mehr einschränken. Ein grenzenloser Ausbildungs- und Arbeitsmarkt und die freie Wahl des Wohnsitzes – diese Themen prägen die Grenzregion schon seit Jahren. Die Berater des GrenzInfoPunkts Ems Dollart Region (GIP EDR) wissen, dass gesicherte Informationen und Beratungen für (potentielle) Grenzgänger eine wichtige Rolle spielen. Wer gut informiert den Schritt über die Grenze macht, für den werden Sprache, Kulturunterschiede sowie Unterschiede in der Steuer- und Sozialgesetzgebung kein Hindernis sein.

In den Krisenphasen der vergangenen Monate übernahmen die GrenzInfoPunkte zudem wichtige Beratungsfunktionen für Unternehmer hinsichtlich unterschiedlicher Corona-Regelungen und –Hilfsangebote in beiden Ländern.

Daher gab es in den Ministerien Einigkeit, dass die Beratungen der GrenzInfoPunkte die nötige Unterstützung bekommen. Neben dem GrenzInfoPunkt bei der Ems Dollart Region in Bad Nieuweschans gibt es für die Grenzregion in Niedersachsen noch einen weiteren GrenzInfoPunkt bei der EUREGIO in Gronau.

Über die persönlichen Beratungen hinaus spielt auch die zweisprachige Website der GrenzInfoPunkte unter grenzinfo.eu eine wichtige Rolle: Sie bietet aktuelle Informationen zu häufigen Fragen von Grenzgängern sowie eine spezielle Rubrik zu Grenzpendler-Fragen rund um das Thema Corona.

Die Ems Dollart Region und die EUREGIO freuen sich über die Finanzierungszusage Niedersachsens. EDR-INTERREG-Geschäftsführerin Ilona Heijen betont: „Die GrenzInfoPunkte leisten einen enormen Beitrag für das Zusammenleben in der Grenzregion. Durch die herausragenden Beratungsleistungen wurden in den vergangenen Jahren viele Wege in das Nachbarland geebnet. Gesicherte Informationen sorgen dafür, dass Hemmschwellen abgebaut werden.“

„Um das mal bildlich darzustellen – ein Blick über den Gartenzaun rüber zu den Nachbarn lohnt sich“, betont Christoph Almering, Geschäftsführer der EUREGIO. „Insbesondere, wenn wir die europäischen Binnengrenzen nicht als Hürde, sondern als Chance sehen, leben wir Europa.“
In der Vergangenheit wurden die kostenlosen Beratungsleistungen der GrenzInfoPunkte unter anderem mit EU-Mitteln aus dem INTERREG-Förderprogramm finanziert. Diese Förderung endet jedoch 2020.

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