EDR: Groote erneut Vorsitzender – Sikkema neue Stellvertreterin

47. EDR-Ratssitzung: Strategie weist den Weg in die Zukunft – das Warten auf den Startschuss des Interreg VI A-Programms dauert unterdessen an

Im Rahmen der 47. Ratssitzung der Ems Dollart Region (EDR) wählten die EDR-Ratsmitglieder den Leeraner Landrat Matthias Groote zum EDR-Vorsitzenden. Groote hatte das Amt bereits von 2017 bis 2019 inne. Der Vorsitz des EDR-Vorstands wechselt turnusgemäß zwischen deutscher und niederländischer Seite. Neue stellvertretende Vorsitzende der EDR ist Cora-Yfke Sikkema, Bürgermeisterin der Gemeinde Oldambt. Zuvor war der bisherige EDR-Vorsitzende Bert Bouwmeester mit vielen lobenden Worten von Matthias Groote verabschiedet worden. Bouwmeesters Amtszeit als Bürgermeister von Coevorden endete am 1. Oktober. Deshalb hat er künftig auch keinen Posten mehr im EDR-Vorstand.

Vor seiner Verabschiedung blickte der scheidende EDR-Vorsitzende in seiner Rede voraus auf die anstehenden Aufgaben der EDR. Der bevorstehende Start des Interreg VI A-Förderprogramms sei zwar eine Herausforderung, biete aber auch viele Chancen und Möglichkeiten für unsere Region. Mit etwas Wehmut blickte Bouwmeester auf seine langjährige Amtszeit (seit 2004) im EDR-Vorstand zurück. „Es war eine großartige Zeit, in der ich viel gelernt habe und viele tolle Menschen kennenlernen durfte. Grenzübergreifende Zusammenarbeit ist für unsere Region sehr wichtig. Und ich durfte in meiner EDR-Zeit einen Teil dazu beitragen“, so Bouwmeester.

Neuer Schatzmeister im EDR-Vorstand wurde Raymond Wanders, Wethouder (Gemeindeminister) von Emmen. Sein Stellvertreter ist Olaf Meinen, Landrat des Landkreises Aurich. Da sich unter anderem durch die Kommunalwahlen vakante Positionen im EDR-Vorstand ergeben hatten, wurden vier neue Personen in das Gremium gewählt: Hermann Wocken (Bürgermeister Samtgemeinde Dörpen), Ard van der Tuuk (Bürgermeister Gemeinde Westerkwartier), Renze Bergsma (Bürgermeister Coevorden) und Max-Martin Deinhard (künftiger Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg; ab 1. Januar 2022).

EDR-Strategie
Gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen der EDR-Geschäftsstelle legen Vorstand und Mitglieder der Kurs der Ems Dollart Region für die Zukunft fest. Dazu stellte das Beratungsbüro pro-t-in aus Lingen die neue EDR-Strategie vor. Sie basiert auf Befragungen der EDR-Mitglieder sowie der EDR-Mitarbeiter*innen. Schon zu Beginn der Strategie wird das Selbstverständnis der in einer Präambel deutlich. Dort heißt es: „Wir, die Ems Dollart Region (EDR), verstehen uns als zentraler Ansprechpartner für die grenzübergreifende Zusammenarbeit und gelebte Nachbarschaft im nördlichen Teil des deutsch-niederländischen Grenzgebietes. Unser Selbstverständnis spiegelt sich in der Sichtbarkeit und Wahrnehmung als Kompetenzträger, Interessenvertreter, Koordinator, Kommunikator und Förderer des grenzübergreifenden Miteinanders. Wir sind das ‚Netzwerk der Zukunft‘ in der Region.“

Der Strategie wurde von den Mitgliedern als richtungsweisende Basis zugestimmt. „Wir wollten eine Grundlage schaffen, auf der wir gemeinsam alle die grenzübergreifende Zusammenarbeit der Zukunft definieren. Mit dieser Strategie ist das zum Wohl unserer Region möglich“, betonte EDR-Geschäftsführer Karel Groen.

Interreg V und VI
Ilona Heijen (Geschäftsführerin Interreg/EDR) erläutert abschließend den aktuellen Stand des Interreg-Förderprogramms und blickt voraus auf den Start des neuen Interreg VI A-Programms. Im INTERREG V A-Programm wurden im Programmgebiet der EDR insgesamt 43 Projekte genehmigt. Dafür wurden EU-Fördermittel in Höhe von 54,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Dazu kommen nationale Kofinanzierungsmittel aus den Niederlanden und Deutschland in Höhe von etwa 20 Millionen Euro. „Auch das INTERREG V A-Förderprogramm war für unsere Region also wieder ein enormer Schub. Im Fokus standen die Förderung der Innovationskraft kleiner und mittlerer Unternehmen in den Bereichen Energie, HTSM, Agrofood, Maritim, Gesundheit sowie die weitere Reduzierung der Grenzbarrieren“, betont Ilona Heijen. Einen genauen Starttermin des neuen Interreg VI A-Programms gebe es noch nicht, so Heijen. Die Programmpartner entlang der niederländisch-deutschen Grenze haben aber ihre Hausaufgaben gemacht. Das Interreg VI A-Programm Deutschland-Nederland wurde als erstes Programm in Europa bereits im Juli 2021 bei der Europäischen Kommission eingereicht. „Wir haben in umfangreichen Vorbereitungs- und Abstimmungsprozess alles für das neue Programm vorbereitet. Nun heißt es warten, bis es grünes Licht für den Start gibt“, so Heijen.

Die 47. Ratssitzung der Ems Dollart Region hätte eigentlich vor Ort im historischen Kasteel Coevorden stattfinden sollen. Doch angesichts der Corona-Situation entschieden die EDR-Verantwortlichen kurzfristig, dass die Versammlung erneut online stattfindet. Lediglich eine kleine EDR-Delegation war vor Ort in Coevorden. Von dort aus wurde die Sitzung live übertragen.

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