Beratung von “Grenzgängern”: Künftige Finanzierung gesichert

In Nijmegen wurde jetzt eine Vereinbarung mit der niederländischen Regierung und regionalen Partnern zugunsten des GrenzInfoPunkts Ems Dollart Region (GIP EDR) unterzeichnet

Bert Bouwmeester (EDR-Vorsitzender), Cees Bijl (Deputierter Provincie Drenthe), Tamara van Ark (Staatssekretärin Arbeit und Soziales), Henk Staghouwer (Deputierter Provincie Groningen), Karel Groen (EDR-Geschäftsführer) und Joop Brink (Arbeidsmarktregio Drenthe) unterzeichneten die Vereinbarung.
Foto: Ministerie SZW/Ger Loeffen

NIJMEGEN – Im Rahmen einer Feierstunde in Nijmegen haben regionale Kooperationspartner und die niederländische Regierung jetzt eine Vereinbarung zur Finanzierung des GrenzInfoPunktes Ems Dollart Region (GIP EDR) unterzeichnet. “Wir sind glücklich und dankbar, dass wir mit dieser Finanzierung auch zukünftig Grenzpendler beraten können. Im Fokus stehen weiterhin die Themen Wohnen, Arbeiten, Studieren und unternehmerische Tätigkeiten im Nachbarland”, betonte Michiel Malewicz vom “Arbeitsmarkt Nord”, einem INTERREG-Projekt der Ems Dollart Region.

Der GIP EDR mit Sitz in Bad Nieuweschans berät seit 2016 Menschen, die den Schritt ins Nachbarland wagen wollen – und auch Menschen, die bereits im Nachbarland leben oder arbeiten. Die Beratung ist kostenlos, flexibel und vielseitig. So werden beispielsweise Fragen zur Pensionsrückstellung im Nachbarland oder zur Steuerzahlung und Krankenversicherung sowie zur Vermittlung von Kindergeld oder zum Erwerb eines Führerscheins im Nachbarland erörtert. “Grenzgänger” werden individuell beraten und erfahren, was sie beim Schritt in das Nachbarland für ihre persönliche Situation bedenken müssen.

Bisher wurden die GrenzInfoPunkte (GIP), von denen zehn an der niederländischen Grenze zu Deutschland und Belgien liegen, aus dem INTERREG-Förderprogramm finanziell unterstützt. Die neue Vereinbarung sichert die Finanzierung der Beratung ab 2021. Im Namen der niederländischen Regierung unterzeichnete Staatssekretärin Tamara van Ark die Vereinbarung. Auch die niederländischen Provinzen Drenthe und Groningen und die Arbeitsmarktregion Drenthe haben ihre finanzielle Unterstützung zugesagt.

Laut Staatssekretärin Van Ark ist es wichtig, dass die Hürden, die das Wohnen oder Arbeiten im Nachbarland erschweren, beseitigt werden: „Der Arbeitsmarkt macht nicht an der Grenze halt, sondern bietet Chancen für Arbeitnehmer, Unternehmer und regionale Partner auf beiden Seiten. Wir können diese Vorteile noch viel mehr nutzen.” Die EDR begrüßt, dass die Regierung und die regionalen Partner die GrenzInfoPunkte finanziell gemeinsam unterstützen werden: „Es ist wichtig, dass die Arbeit im GIP EDR fortgesetzt werden kann. Der GrenzInfoPunkt hat bewiesen, dass er eine wichtige Rolle für Menschen spielt, die den Schritt über die Grenze machen. Diese Menschen haben oft mit unterschiedlichen Sozialversicherungs- und Steuersystemen zu kämpfen und brauchen zuverlässige Beratung”, so EDR-Geschäftsführer Karel Groen. Von Vorteil sei auch, dass die GrenzInfoPunkte an der Grenze eng zusammenarbeiten und über eine gemeinsame Website verfügen.

Möchten Sie auch den beruflichen Schritt in das Nachbarland machen oder dort wohnen oder studieren? Falls Sie Fragen dazu haben, kontaktieren Sie den GIP EDR unter 0031 597 521 818 oder gip@edr.eu und vereinbaren Sie einen Termin für eine der Sprechstunden. Weitere Informationen finden Sie unter https://grenzinfo.eu/edr

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