Beim Singen ohne Grenzen stellt sogar die Ems kein Hindernis dar

Freuen sich auf die anstehenden Chor-Veranstaltungen (von links): Heike Douglas (OCV), Diethelm Sempell (OCV), Carin Brenninkmeijer-van Vleeren (IVAK), Franzis Pranger-Wiese (Net(z)werk+/EDR), Gabriele Ostholthoff (stv. Bürgermeisterin Westoverledingen) und Rico Mecklenburg (Ostfriesische Landschaft)

„Nachbarn ohne Grenzen“: Der Ostfriesischen Chorverbands (OCV) macht mit diesem Motto bereits deutlich, dass der Austausch mit den niederländischen Nachbarn weiter intensiviert werden soll. Für den Verband ist es ein besonderes Jahr. Der OCV feiert seinen 160. Geburtstag.
Anlässlich der Programmvorstellung kamen die Verantwortlichen jetzt zu einem Pressegespräch in der Geschäftsstelle der Ems Dollart Region (EDR) in Bad Nieuweschans zusammen. Zwei Jahre sei dieses Programm bereits in der Vorbereitung, betonte die OCV-Präsidentin Heike Douglas – und es gibt gleich mehrere grenzübergreifende Akzente, die zum Jahresmotto „Nachbarn ohne Grenzen“ passen.
Am 10. Juli findet zum Beispiel ein großes gemeinsamen Chorsingen mit niederländischen und deutschen Chören im Gasthuus Ulenhoff in Grotegaste (Gemeinde Westoverledingen) statt.
Und am 17. September stehen gleich mehrere grenzübergreifende Aktionen auf dem Programm. Auf dem Deich stehend wollen die Chöre gemeinsam einen zuvor einstudierten Song singen – quasi über die Ems hinweg. Auf niederländischer Seite wird auf dem Deich in Delfzijl gesungen, in Emden an der „Knock“. Die Genehmigung dafür liege inzwischen vor, so der OCV-Vizepräsident Diethelm Sempell. Doch nicht nur auf den Deichen, sondern auch auf der Ems selbst wird am 17. September gemeinsam gesungen: Dafür wurde das Ausflugsschiff „Warsteiner Admiral“ gechartert, auf dem niederländische und deutsche Chöre an Bord sein werden.
Das gesamte Programm anlässlich des 160. Geburtstags gibt es hier auf der Webseite des OCV.
Unterstützt wird diese Vernetzung der Chöre von beiden Seiten der Grenze von der niederländischen Organisation „IVAK“ aus Appingedam, die sich selbst als „Kunst- und Kulturplattform“ definiert.
Möglich werden die grenzübergreifenden Veranstaltungen im 160. Geburtstagsjahr des Ostfriesischen Chorverbands durch die Unterstützung mit EU-Mitteln aus dem Interreg-Projekt „Net(z)werk+“ der Ems Dollart Region. „Kultureller Austausch spielt in der grenzübergreifenden Förderung für uns weiterhin eine große Rolle. Wir freuen uns, dass wie dieses liebevoll geplante Programm unterstützen können“, sagt „Net(z)werk+“-Projektleiterin Franzis Pranger-Wiese.
Auch die Ostfriesische Landschaft sicherte finanzielle Unterstützung zu.

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